Zukunft gestalten.

Für unser Norderney

Unsere Kandidaten für die Kommunalwahl 2026

Gerd Kleemann

Kurzvorstellung

Kandidatenvorstellung der Liberalen Norderney – Heute: Gerd Kleemann

In unserer Reihe zur Kommunalwahl 2026 stellen wir die Kandidatinnen und Kandidaten der Liberalen Norderney vor. Heute im Gespräch: Gerd Kleemann

„Bauen ist kein Bittgang“

Gerd Kleemann kennt die Arbeit im Rat der Stadt Norderney bereits aus eigener Erfahrung. Aktuell ist er gerade aktiv im Rat tätig und bringt sich als langjähriges Norderneyer Architekt vor allem im Bauausschuss mit Sachverstand und klaren Positionen ein. Diese Arbeit möchte er nun fortführen. Sein zentrales Anliegen: Wer die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt, hat grundsätzlich das Recht zu bauen. Eine Baugenehmigung ist keine Gefälligkeit der Verwaltung, um die Bürgerinnen und Bürger bitten müssen.

Interview

Eine Baugenehmigung ist keine Gefälligkeit der Verwaltung, um die Bürgerinnen und Bürger bitten zu müssen."

Gerd Kleemann

FDP Norderney: Gerd, stell dich kurz vor

Gerd Kleemann: Meine Name ist Gerd Kleemann, ich bin 59 Jahre alt und auf Norderney geboren. Mein Studium habe ich an der FH Oldenburg abgeschlossen und bin seit 1996 bin ist selbstständiger Architekt Diplom Ingenieur auf der Insel.Meine Familie lebt seit mehreren Generationen auf Norderney, ich bin verheiratet, habe zwei Kinder, eine große Patchwork-Familie und Opa bin ich auch. Mir liegt die fundierte Entwicklung als Heimat- & Urlaubsinsel am Herzen und dafür setzte ich mich ein.

FDP Norderney: Gerd, du kennst die Arbeit im Stadtrat bereits. Welche Erfahrungen hast du dort gesammelt?

Gerd Kleemann: Ich bin seit zwei Jahren Mitglied im Rat der Stadt Norderney. Gerade die Arbeit im Bauausschuss hat mir gezeigt, dass wir an vielen Stellen etwas verändern müssen. Ein Beispiel ist der bezahlbare Wohnraum: Die Stadt hat gezeigt, dass sie diesen selbst kaum wirtschaftlich schaffen kann. Bei Gestehungskosten von rund 6.000 Euro pro Quadratmeter wären Mieten von etwa 25 bis 30 Euro pro Quadratmeter erforderlich. Deshalb müssen wir auch andere Wege gehen. Dieses Geld benötigen wir viel mehr für das Krankenhaus und den Ausbau der Infrastruktur.

FDP Norderney: Warum möchtest du diese Arbeit fortführen?

Gerd Kleemann: Weil gerade in der Bau- und Wohnungspolitik noch viel zu tun ist. Statt die Stadtkasse mit immer neuen eigenen Bauprojekten zu belasten, sollten wir Möglichkeiten schaffen, damit Norderneyer selbst Eigentum bilden können. Ein Beispiel wäre die Entwicklung eines neuen Baugebietes bei Booken mit etwa 35 Doppel- und Reihenhäusern. Ähnliche Modelle haben in der Vergangenheit bereits an der Reede, am Alten Horst usw. funktioniert. Heute haben wir zudem das Wissen, die Umwandlung in reine Spekulationsobjekte zu verhindern – gezielter und sinnvoller als durch pauschale Verbote von Ferienwohnungen. Die freigewordenen Mietwohnungen würden dem Markt dann wieder zur Verfügung stehen.

FDP Norderney: Was ist dir in der Baupolitik besonders wichtig?

Gerd Kleemann: Bauen ist kein Privileg, das Politik oder Verwaltung nach Belieben gewähren. Wer die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt, hat Anspruch auf eine Genehmigung – ein Bauantrag ist kein Bittgesuch. Gleichzeitig erleben wir eine immer stärkere Regulierung. Als ich mein Diplom gemacht habe, gab es rund 5.000 baurechtliche Vorschriften, heute sind es über 20.000. Gerade auf Norderney kommen zusätzlich immer neue Regelungen hinzu. Wir sollten deshalb genau prüfen, welche Vorgaben wirklich notwendig und sinnvoll sind.

FDP Norderney: Welche Probleme siehst du bei der aktuellen Entwicklung?

Gerd Kleemann: Neue Satzungen, unterschiedliche Genehmigungslagen und gerichtliche Entscheidungen haben zu erheblicher Verunsicherung geführt. Viele Eigentümer wissen heute nicht mehr, welche Nutzung tatsächlich zulässig ist, welchen Bestandsschutz vorhandene Genehmigungen haben oder welche Veränderungen an ihrem Gebäude noch möglich sind. Diese Unsicherheit greift tief in das Eigentum des Einzelnen ein. Das muss dringend aufhören – hier brauchen wirendlich Klarheit.

FDP Norderney: Welche Bedeutung haben Ferienwohnungen für Norderney?

Gerd Kleemann: Ferienwohnungen gehören seit Jahrzehnten zu Norderney und sind ein wesentlicher Bestandteil unserer wirtschaftlichen Grundlage. Sie sichern Einkommen und Arbeitsplätze und ermöglichen vielen Norderneyerinnen und Norderneyern überhaupt erst die Finanzierung ihres Eigentums. Gleichzeitig profitiert die gesamte Insel über Steuereinnahmen sowie Gastronomie, Einzelhandel, Handwerk und weitere Betriebe vom Tourismus. Natürlich brauchen wir Regeln – aber sie müssen verständlich, verhältnismäßig und rechtssicher sein. Rechtmäßig erteilte Genehmigungen und bestehende Rechte dürfen nicht leichtfertig infrage gestellt werden.

FDP Norderney: Wie sollte die Stadt mit Bauwilligen und Eigentümern umgehen?

Gerd Kleemann: Auf Augenhöhe. Die Verwaltung muss beraten, erklären und Lösungen ermöglichen. Die Bürgerinnen und Bürger dürfen nicht das Gefühl bekommen, sich für ihr Eigentum oder ihre Bauvorhaben rechtfertigen zu müssen oder sogar Angst haben, dass Sie etwas Größeres ins Rollen bringen. Wir brauchen weniger Misstrauen und mehr Verlässlichkeit und Unterstützung. Wenn Regeln, dann für alle gleich.

FDP Norderney: Was möchtest du im Rat konkret erreichen?

Gerd Kleemann: Ich möchte eine transparente und gleichberechtigte Baupolitik mit verständlichen Vorgaben und zügigen Genehmigungsverfahren. Wir müssen den besonderen Charakter Norderneys schützen, ohne notwendige Entwicklung zu verhindern. Regeln gehören dazu, aber sie müssen fachlich fundiert sein und auf einer umfassenden Grundlagenermittlung beruhen. Erst die Fakten, dann die Regelung – nicht umgekehrt.

FDP Norderney: Warum kandidierst du für die FDP?

Gerd Kleemann: Weil die FDP für Eigentumsrechte, Eigenverantwortung und verlässliche Regeln steht. Liberale Politik begegnet den Menschen nicht als Bittstellern, sondern als mündigen Bürgern. Dafür möchte ich meine Erfahrung aus dem Rat und dem Bauausschuss erneut einbringen.

FDP Norderney: Deine wichtigste Botschaft an die Norderneyerinnen und Norderneyer?

Gerd Kleemann: Auf Norderney hängt alles miteinander zusammen. Der Einzelne trägt Verantwortung für die Gemeinschaft – genauso muss die Gemeinschaft die Rechte und Freiheiten des Einzelnen respektieren. Wenn uns beides gelingt, können wir unsere Insel gemeinsam weiterentwickeln.

HINWEIS! An alle Norderneyer:

Nicht jede als Ferienwohnung genutzte Wohnung ist eine genehmigte Ferienwohnung. Auch nicht wenn sie seit Jahrzehnten so genutzt wird. Im schlimmsten Fall kann es zu Nutzungsuntersagungen kommen und das müssen wir verhindern – für uns Norderneyer! Sollte eine Zweckentfremdungssatzung auf Norderney eingeführt werden, löst die EU-Registrierungspflicht für Ferienwohnungen aus. Das hat zur Folge, dass nur legal genehmigte Ferienwohnungen überhaupt die Möglichkeit haben eine solche Nummer zu bekommen. Ohne die kann man seine Wohnung nicht mehr auf Portalen bewerben und wir wissen alle, dass auf Norderney ca. 80% über Booking vermietet werden.

Entweder / Oder?

Hund oder Katze?
Hund
Im Winter: Berge oder Meer?
Meer
Kompromiss oder klare Kante?
Klare Kante
Badewanne oder Dusche?
Dusche
Tee oder Kaffee?
Tee
Fisch/Vegan oder Fleisch?
Fisch und Fleisch
Sonnenaufgang am Hafen oder Sonnenuntergang am Weststrand?
Sonnenuntergang am Hafen
Ruhiges Café oder wuselige Bar?
Ruhiges Café
Fischbrötchen oder Croissant?
Fischbrötchen
Wein oder Bier?
Bier
Norderney im Sommer oder Norderney im Winter?
immer
Telefon/Sprachnachricht oder WhatsApp?
Telefon
Grünkohl oder Spargel?
beides zu seiner Zeit
Sport oder Kunst?
Sport und Kunst
Knappe letzte Fähre oder Übernachtung auf dem Festland?
Letzte Fähre
Lakritz oder Weingummi?
Lakritz
Bargeld oder Karte?
Bargeld
Cola Zero oder Mineralwasser?
Mineralwasser